Neben Zahnpflege und Mundhygiene kann die richtige zahngesunde Ernährung dazu beitragen, das Gebiss zu kräftigen und Kariesbildung zu vermeiden.

Auf der Schmelzoberfläche der Zähne lagern sich Bakterien an und bilden mit den Nahrungskohlenhydraten einen klebrigen Belag (Plaque). Dieser Belag verhindert, dass die Zahnoberflächen gründlich durch Speichel gesäubert und ausreichend mit Mineralstoffen versorgt werden. Durch saure bakterielle Stoffwechselprodukte wird der Zahnschmelz angegriffen. Ist die Oberfläche des Zahns stärker geschädigt, werden die Zahnsubstanzen weich und "faulen", wobei sich die kariösen Löcher bilden.
Fluor härtet den Zahn
Damit der Zahnschmelz härter wird, kann Fluor in angereichertem Speisesalz vorbeugend eingenommen werden. Eine zahnschützende Wirkung wird auch schwarzem und grünem Tee nachgesagt, die viel Fluor enthalten. Auch Mineralwässer weisen teilweise einen hohen Fluoridgehalt auf.
Vorsorge beginnt im Mutterleib
Nicht allein der Verzicht auf Süßigkeiten macht eine zahngesunde Ernährung aus. Bereits in der Schwangerschaft und Stillzeit werden die Zähne des Kindes angelegt; daher muss schon während dieser Zeit eine ausreichende Versorgung der Mutter mit den Nährstoffen, die für den Aufbau der Zahnsubstanz wichtig sind, gewährleistet sein. Hierzu zählen vor allem Calcium, Fluor und Vitamin D.
Kräftiges Kauen schützt
Die Konsistenz der Nahrung ist zunehmend weicher geworden. Dadurch ist die mechanische Reinigung eingeschränkt und die Speichelproduktion gesenkt. Plaques können sich ungestört anlagern. Zum Wohl der Zähne sind deshalb harte und faserhaltige Lebensmittel wichtig wie Vollkorngetreide, Rohkost oder hartes Obst. Kräftiges Kauen und gutes Einspeicheln schützen vor Karies. Auch zahnfreundliche Kaugummis sind diesbezüglich nützlich. Sie reinigen nicht nurZähne und Zahnzwischenräume, reduzieren dadurch die Plaquebildung und erhöhen den Speichelfluss, sondern kräftigen zusätzlich das Zahnfleisch. In der Apotheke gibt es diese mit zahnfreundlichen Zuckerersatzstoffen. Sie sind auch für Diabetiker geeignet.
Nahrung nicht lange im Mund behalten
Wenn man im Verlauf eines Tages häufig Nahrung zu sich nimmt, produzieren die Plaquebakterien fast ständig Säuren. Um die Belastung zu verringern, sollte die Zahl der Zwischenmahlzeiten begrenzt sein. Auch die Verweildauer der Nahrung im Mund spielt eine Rolle. Je schneller sie aus der Mundhöhle verschwindet, desto besser. Dies gilt nicht nur für klebrige, haftende Karamell- oder Sahnebonbons, sondern auch für "gesunde" Nahrungsmittel wie Datteln, Feigen und Bananen. Wenn man nach ihrem Verzehr nicht gleich die Zahnbürste zur Hand hat, lässt sich die Spülwirkung des Speichels durch Kaugummi-Kauen erhöhen.
Zucker - die große Gefahr
Zucker ist das "Lieblingsessen" der säurebildenden Bakterien und Hauptbestandteil der Nahrung. Seine Aufnahme lässt sich daher nicht vermeiden. Daher gilt zur Kariesvermeidung:
- Süßigkeiten direkt nach den Hauptmahlzeiten und vor dem Zähneputzen essen.
- Versteckten Zucker beachten. Müsli, Joghurt, Ketchup, Senf und Limonaden sind nicht gut für die Zähne. Auch stärkehaltige Produkte wie Gebäck oder Kartoffelchips sind kariesfördernd.
- Honig mit Vorsicht genießen, denn der besteht fast nur aus Zucker, ist klebrig und haftet gut an den Zähnen.
- Auf Konsistenz achten: Der Verzehr von hartem Obst ist besser als der Verzehr von Obstsaft.
Säurehaltiges Obst, Fruchtsäfte und Cola können den Zahnschmelz schädigen. Zähneputzen kann diesen Effekt kurz nach dem Essen sogar noch verstärken. Daher sollte der Mund mit klarem Wasser gespült oder die Säure per Kaugummi neutralisiert werden.
Link im Internet
www.optipage.de/zucker.html Wissenswertes über Zucker von Ulrike Gonder
Foto: DAK
Quelle: PTAheute, Dr. Eva-Maria Schröder
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