Hypertonie kann besonders für das Herz schwerwiegende Folgen haben. Oft bleibt die Störung lange Zeit unbemerkt, denn Blutdruckerhöhung tut nicht weh.

Normalerweise verursacht ein hoher Blutdruck kaum Beschwerden. Mögliche erste Anzeichen sind beispielsweise ein Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Kurzatmigkeit oder Nervosität. Die wichtigste Untersuchung ist daher die Blutdruckmessung. Ein einmalig erhöhter Blutdruck hat jedoch noch keine Aussagekraft. Insbesondere beim Arzt kann der Blutdruck durch die leichte Aufregung der Patienten erhöht sein. Für den Zuverlässigen Nachweis werden wiederholte Messungen oder Langzeitmessungen über 24 Stunden empfohlen. Für genaue Diagnostik sind Blut- und Urintest, Ultraschall der Niere, Untersuchung des Augenhintergrunds und der Herzfunktion sinnvoll.
Blutdruckwerte richtig einschätzen
Folgende Faustregeln können helfen Blutdruckwerte richtig zu interpretieren:
- Vor dem Messen hinsetzen und 5 Minuten sitzen bleiben. Der Messpunkt sollte grundsätzlich auf Herzhöhe (Mitte des Brustbeins) sein.
- Die Deutsche Liga zur Bekämpfung des hohen Blutdrucks hat als obere Normgrenze für den Tagesmittelwert 135/85 mmHg festgelegt. Blutdruckwerte zwischen 140-180 mmHg systolisch und 90-100 mmHg diastolisch gelten als Bluthochdruck, der behandelt werden sollte.
- Vorsicht bei Blutdruckwerten über 180/100 mmHg! Suchen Sie Ihren Hausarzt auf. Bei zusätzlichen Symptomen wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schwindelgefühl den Notarzt rufen.
- Werte über 230/120 mmHg können akut lebensbedrohlich werden. Besonders vorgeschädigte Gefäßwände können leicht einreißen, es kann zu gefährlichen Blutungen beispielsweise im Gehirn kommen.
Allgemeine Behandlung
Gegen zu hohen Blutdruck können Patienten sehr gut selbst etwas unternehmen.
- Bei der Ernährung Salzkonsum einschränken, Fertiggerichte, gepökelte Fleischwaren und Räucherwarenmeiden. Abwechslungsreich und fettarm essen - viel Obst und Gemüse. Alkoholkonsum senken und beim Kaffeetrinken Maß halten. Allen übergewichtigen Hypertonikern ist Gewichtsreduktion zu empfehlen. Selbst moderates Abnehmen kann den Blutdruck senken (etwa minus 2,5/1,5 mmHg pro kg Gewichtsabnahme).
- Ausreichende Bewegung in den Tagesablauf einbauen, regelmäßig Sport treiben. Starke Anspannungen vermeiden.
- Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung können helfen, mit Stress-Situationen besser umzugehen.
- Rauchen einschränken oder besser noch ganz einstellen.
Links im Internet
www.ernaehrung.de Ernährungstipps
www.hochdruckliga.info Deutsche Hochdruckliga e.V. (DHL)
Foto: DAK
Quelle: PTAheute, Dr. Ingo Blank
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