04.08.2009
Der Entstehung von Schadstoffen auf Grillgut lässt sich durch Vorsichtsmaßnahmen entgegenwirken.
Wer im Sommer gerne grillt, kann dabei mit einigen Tricks auf die Gesundheit achten. Das Deutsche Krebsforschungszentrum bestätigte in einer Studie, dass auf stark erhitztem Grillgut krebserregende Stoffe entstehen. Grillen muss aber nicht ungesund sein, wenn man einige Regeln beachtet.
Vorstufen für Dickdarmkrebs
Im Rahmen der Studie ermittelten die Wissenschaftler um Sabine Rohrmann einen Zusammenhang zwischen dem Genuss von stark angebratenem Fleisch und einem erhöhten Risiko für Darmkrebs. Erhitzt man Fleisch, Wurst und Fisch stark, kommt es zu chemischen Reaktionen, durch die Schadstoffe entstehen. Wenn der Mensch diese Stoffe durch den Verzehr von Grillgut aufnimmt, entstehen im Dickdarm vermehrt zunächst gutartige Tumoren, aus denen sich Dickdarmkrebs entwickeln kann.
Risikofaktor Hitze
Die gute Nachricht: Der Entstehung von Schadstoffen auf Grillgut lässt sich durch Vorsichtsmaßnahmen entgegenwirken. Wichtig ist, dass Grillliebhaber Fleisch, Fisch und Wurst nicht zu stark anbraten. Wurde das Grillgut zu stark erhitzt, kann man die verkohlten Stellen einfach abkratzen - so wird man die krebserregenden Stoffe leicht los. Grillfreunde sollten zusätzlich dafür sorgen, dass kein Fett und Öl in die Glut oder - bei Elektrogrills - auf die Grillschlange tropft. Auch dabei entstehen Schadstoffe. Mit Alufolie oder Aluschalen, die Fett und Öl auffangen, lässt sich das Problem vermeiden. Gepökeltes Fleisch und Wurstwaren gehören gar nicht auf den Grill: Wenn Pökelsalz erhitzt wird, entstehen ebenfalls krebserregende Stoffe.
Salmonellengefahr im Sommer
Nicht nur das Grillgut an sich birgt gefährliche Stoffe. Auch bei rohen Lebensmitteln und Beilagen muss Einiges beachtet werden. Besonders im Sommer verderben etwa rohes Fleisch, Fisch und Eier sowie Marinaden und Saucen schnell. Sind diese Speisen zu lange warmen Temperaturen ausgesetzt, vermehren sich vor allem Keime wie Salmonellen. Sie lösen Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen aus. An warmen Tagen also keine Speisen mit rohem Ei zubereiten und Marinaden, Salat- und Grillsaucen so lange gut kühlen, bis sie tatsächlich gegessen werden. Wer Fleisch und Salat mit demselben Besteck und Schneidebrett zubereitet, sollte darauf achten, diese Arbeitsgeräte zwischendurch gut zu reinigen. So gelangen keine Keime vom rohen Fleisch auf den Salat.
Einem gemütlichen und gesunden Grillabend steht also nichts entgegen, wenn einfache Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden.
04.08.2009 - Von: Carolin Waasen, Redaktion apotheken.de, Foto: AOK
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